Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde der Eingangsbereich um 60 cm tiefergelegt, so daß die Außentreppe aus dem Verkehrsraum ins Haus zurückverlegt wurde. In jüngster Zeit gehörte das Gebäude einem Bopparder Hotelbetrieb, der es als Wohnhaus für Hotelangestellte nutzte. Danach stand es einige Zeit leer, bevor die jetzigen Besitzer Karl-Josef und Edith Reichow es im November 1996 ersteigerten. Nach mühevoller Recherche aus zusammengetragenen alten Unterlagen, Informationen und Gutachten von Sachverständigen wurde das Gebäude mit viel Verständnis, Geschick und Einfühlungsvermögen für den historischen Bestand des Hauses renoviert und restauriert. Die gemalten Wappenschilde zwischen den Fachungen verweisen auf die Familie Reichow, den Hausbesitzer und auf die Engelsburg, das Geburtshaus seiner Frau, sowie das Wappen der Stadt Boppard. Ein Widderkopf ziert die rechte Eckknagge der Giebelseite. Da man keine Kenntnis von dem Originalbestand hat, entschied sich Herr Reichow für einen Widderkopf als Reminiszenz an das Sternzeichen der beiden ersten Inhaberinnen des Bopparder Teehäusje. Original sind hingegen die hölzernen Wappenschilde und das Wappentier, das Heraldiker sowohl als Bär (?) oder Hund (?) deuten - leider ließen sich keine Spuren der Originalfassung feststellen. Seit Herbst 1997 ist die untere Etage als Bopparder Teehäusje der öffentlichkeit zugänglich. Ein Jahr später, im Herbst 1998, eröffnete im 1. Stock die Bopparder Teestube 1001 Nacht. Sanitäre Einrichtungen finden sich im Dachgeschoß, so daß das älteste datierte Wohnhaus Boppards heute fast vollständig ganzjährig zugänglich ist.

